15. April – 02. Mai 2015
Karrnerleut, Null Bock (2015) - Theater Anthering
Inhalt
Karrner sind fahrende Leute, die mit ihrem »Karren« samt Kind und Kegel durch das Land ziehen und sich den Lebensunterhalt mit Scherenschleifen, Besenbinden etc. verdienen. Durch ihre nomadenhafte Lebensweise kommen sie oft mit den Bauern und dem Gesetz in Konflikt. In Schönherrs Stück hat eine Karrnerfamilie einer Bäurin ein Schaf gestohlen. Als die Eltern Kartoffelstehlen gehen und die beiden Söhne am Lagerplatz zurücklassen, kommt die aufgebrachte Bäurin mit dem Gendarmen. Dieser beginnt, den jüngeren Sohn auf grausame Weise zu verhören. Mitterers Stück »Null Bock« (ursprünglicher Titel »Karrnerleut 83«) spielt am selben Ort, nur 80 Jahre später. Am Beginn steht ebenfalls ein Diebstahl. Ein junges Pärchen hat in einem Geschäft eine Flasche Whisky und ein Nachthemd gestohlen. Auf der Flucht mit dem Motorrad werden sie vom Filialleiter und dem Gendarmen gestellt. Die Emotionen geraten völlig außer Kontrolle, als das reizvolle junge Mädchen den Filialleiter provoziert und der Gendarm sich durch den jungen Mann plötzlich an seinen eigenen mißratenen Sohn erinnert fühlt. Beide Stücke handeln von Angst, Angst vor den Fremden und Angst vor den eigenen Jugendlichen und sind damit höchst aktuell.
Autor
Karl Schönherr (1867–1943) und Felix Mitterer (geb. 1948) haben einige der bedeutendsten österreichischen Dramen geschrieben. Von Schönherr stammen u.a. »Erde«, »Der Weibsteufel« und »Es«, Felix Mitterer verfasste u.a. »Besuchszeit«,»Superhenne Hanna« und »Heim« (eine erweiterte Fassung der Karrnerleut). Alle die hier genannten Stücke wurden bereits in Anthering aufgeführt.
Besetzung
- REGIE:
- Gerard Es
- BÜHNE:
- Ensemble
- TECHNIK:
- Peter Zach
NULL BOCK
- RICHIE:
- Sebastian Karl
- GENDARM:
- Friedi Lebesmühlbacher
- TINA:
- Sonja Schernthaner
- FILIALLEITER:
- Roman Ferrari
KARRNERLEUT
- VINTSCHGAUER:
- Hermann Strasser
- SPITZ (SOHN):
- Simon Nagl
- GENDARM:
- Josef Kittl
- VINTSCHGAUERIN:
- Ilse Schernthaner
- FÜCHSEL (SOHN):
- Valentin Nagl
- BÄUERIN:
- Ulli Fißlthaler