04. – 19. März 2016

Besuchszeit (2016) - Theater Anthering

Inhalt

»Besuchszeit« spielt im Krankenhaus, im Altersheim, in der Nervenheilanstalt und im Gefängnis. In jenen Anstalten also, in denen man Menschen unterbringt, die krank, alt, kriminell oder aufsässig sind. In den vier Einaktern gibt es Besuch für eine alte Frau, die sich nach ihrem geliebten Hund sehnt, eine junge Ehefrau, die ihren Mann mit einem Messer attackiert hat, einen Altbauern, der Weizen auf der Autobahn gesät hat und eine Frau, die eine mysteriöse Krankheit in sich trägt. Doch nicht immer verschafft dieser Besuch die erhoffte Erleichterung. Es kommt sogar bisweilen zu heftigen Konfrontationen zwischen Besucher und Insassen. Das Stück zeigt schonungslos familiäre Tragödien, die sich hinter den verschlossenen Türen dieser Anstalten zutragen.

Autor

Felix Mitterer wurde 1948 als Sohn einer Kleinbäuerin und eines rumänischen Flüchtlings geboren und später von einem Landarbeiterehepaar adoptiert. Nach seiner Beschäftigung beim Zollamt Innsbruck startete er eine Karriere als Autor von Theaterstücken, Kinderbüchern, Hörspielen und Drehbüchern (u.a. »Die Piefke-Saga« und einige Tatort-Folgen) und trat auch als Schauspieler auf. Mitterer schreibt in der Tradition des Volkstheaters und greift in seinen Werken problematische und kontroverse Themen auf. »Besuchszeit«, ursprünglich als Hörspiel verfasst, gehört mittlerweile wie »Kein Platz für Idioten«, »Krach im Hause Gott« und »Superhenne Hanna« zu seinen erfolgreichsten Bühnenwerken. Alle Figuren des Stücks haben reale Vorbilder. So sind der Mann und die Frau in der Krankenhausszene Mitterers Adoptiveltern nachempfunden.

Schon einmal, 1987, hat das Theater Anthering Felix Mitterers vier Einakter „Besuchszeit" unter der Regie von Wolfgang Mayr aufgeführt. Damals im Kleinen Theater in Salzburg. Diesmal wird im Kulturraum Anthering unter der Regie von Gerard Es gespielt. „Ganz besonders ist diese Inszenierung für uns, weil zwei der damaligen Ensemblemitglieder, Hans Stadler und Ulli Fißlthaler, auch knapp 30 Jahre später wieder mit dabei sind. Die beiden sind im Einakter ‚Weizen auf der Autobahn' zu sehen", berichtet Anna-Maria Liebenwein vom Theater Anthering. Das Stück zeigt schonungslos familiäre Tragödien, die sich hinter den verschlossenen Türen dieser Anstalten zutragen. Autor Felix Mitterer schreibt in der Tradition des Volkstheaters und greift in seinen Werken problematische und kontroverse Themen auf.

Besetzung

Regie Gerard Es
Im Altenheim
Erna Gerhild Heißel
Ihre Schwiegertochter Anna Liebenwein
Im Gefängnis
Bettina Veronika Spitaler
Kurt, ihr Mann Roman Ferrari
In der Nervenheilanstalt
Altbauer Hans Stadler
Erika, seine Tochter Ulli Fißlthaler
Im Krankenhaus
Sepp Josef Kittl
Seine Frau Martina Kardeis
Bühne und Kostüme Ensemble
Technik Luca Spitaler und Peter Zach